Utopie
Wenn
ich mir Veränderungen in der Psychiatrie vorstelle, dann wäre
es,
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dass
jeder Mensch, der diese wegen einer Lebenskrise in Anspruch nimmt,
korrekt über die Wirkungen, Nebenwirkungen und derzeit bekannten
Risiken korrekt informiert würde (was bisher sehr, sehr selten
geschieht),
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dass
man den Menschen sagt, dass die Psychopharmaka nicht"heilen", sondern
eher mehr oder weniger beruhigen, (i.d.R. kriegt man diese als alleiniges
"Heil"mittel angepriesen),
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dass
auf die Möglichkeit anderer Therapieformen, als die der Medikamenteneinnahme
aufmerksam gemacht wird, und dass es mehr TherapeutInnen gibt, die
sich von psychiatrischen Diagnosen nicht so beeindrucken lassen,
wo eine Therapie ohne Medikamente möglich ist (eine verläßliche
und Mut machende therapeutische Beziehung ist besser als chemische
Dämpfung - das sei hier aus eigener Erfahrung gesagt),
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dass,
wenn schon jemand wegen Fremdgefährdung (das gilt nur einen
kleinen Teil der Betroffenen, das sei hier für den interessierten
Laien erwähnt) in die "Geschlossene" eingewiesen wird und sich
dort weiter handgreiflich verhält, man ihm/ihr wenigstens sagt,
dass er/sie eine Spritze bekommt, weil er/sie körperliche Gewalt
anwendet , ihn/sie nicht stattdessen fixieren kann, weil man nicht
das notwendige Personal hat und dass man sich im Moment nicht anders
dagegen zu erwehren weiß, daß man ihm/ihr sagt, daß
wenn er/sie mit der Aggression aufhört, auch man mit der Medikamentensanktion/Fixierung
aufhört und die Medikamente in diesem Zusammenhang nicht als
Heilmittel "verkauft" werden,
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dass
endlich erkannt wird, dass es sich bei den psychiatrischen Diagnosen
namens Depression, Manie, Schizophrenie, Neurose etc. eher um (oft
schwere) Lebens-/Sinnkrisen der Betroffenen handelt, und nicht um
biologisch oder genetisch verursachte Krankheiten.
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